...Texte entstehen aus Momenten, in denen etwas durchdrungen wird, wenn Erfahrungen nicht einfach vorbeigehen, sondern sich setzen und nach Ausdruck verlangen, weil sie gelebt und verstanden werden wollen. In solchen Augenblicken findet etwas seinen Weg in Sprache – nicht geplant und nicht gemacht, sondern weil es sich zeigen möchte, auch dort, wo es sich eigentlich jeder Form entzieht.
Was Menschen darin sehen, darf sich verändern, mit der Zeit, mit dem eigenen Leben, mit dem, was gerade offen oder berührbar ist. Manches findet Resonanz, manches bleibt still, manches geht vorbei. Ich schreibe nicht, um etwas zu erklären oder zu erreichen, sondern weil Schreiben für mich Teil dieses Erlebens ist – und lasse offen, was daraus wird...